Mustertexte für Begründungen
Die Mustertexte sollen eine Hilfestellung bei der Verordnung geben, die die Notwendigkeit im Einzelfall begründen.
- Es muss in jedem Fall eine individuelle, fallbezogene Begründung erstellt werden.
- Die Textbausteine sind so formuliert, dass sie direkt in eine Begründung für z.B. Kostenübernahmeanträge oder MDK-Gutachten übernommen werden können.
- Bei Bedarf können mehrere Sätze aus verschiedenen Tabellen kombiniert werden, um den individuellen Bedarf darzulegen.
- Die Mustertexte orientieren sich an den gesetzlichen
Formulierungen des § 33 SGB V und der Hilfsmittel-Richtlinie
sowie an der BSG-Rechtsprechung.
- Eine Verordnung muss das Wirtschaftlichkeitsgebot des SGB V berücksichtigen.
- Ein Preisvergleich darf nur zwischen funktionell
gleichwertigen Versorgungen erfolgen. Nur wenn die
preisgünstigere Versorgung das Pflegeziel gleichermaßen
erreicht, darf auf sie verwiesen werden.
(BSG, 16. April 1998, Az.: B 3 KR 9/97 R; 25. Juni 2009, Az.: B 3 KR 4/08 R)
Wirtschaftlichkeit im Sinne des SGB V siehe Seite
"Kostenträger".
Tabelle 1: Indikationen und therapeutische Begründungen
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Indikation / Problem |
Muster-Verordnungstext |
|---|---|
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Immobilität mit hohem Dekubitusrisiko (Querschnittlähmung, Schlaganfall, neurologische Erkrankungen, Altersschwäche, postoperativ) |
Bei der vorliegenden schweren Immobilität mit hohem Dekubitusrisiko ermöglicht das Nocubi LS durch seinen spezifischen dynamischen Druckwechsel eine Reduktion der manuellen Positionierungsmaßnahmen zur Dekubitusprophylaxe um 70–100 % im Vergleich zur Weichlagerung. |
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Verlust des Körpergefühls / gestörte Eigenwahrnehmung (neurologische Erkrankungen) |
Das Nocubi LS erhält und fördert durch die definierte Liegefläche und die kontinuierliche Mikrolagerung die Eigenwahrnehmung und das Körpergefühl, ohne den bei dem bisher eingesetzten Hilfsmittel typischen Verlust des Körperschemas zu verursachen. |
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Unsicheres Liegegefühl und starkes Einsinken bei bisherigen Hilfsmitteln |
Im Gegensatz zu Weichlagerungs- und Wechseldruckmatratzen bietet das Nocubi LS durch sehr geringes Einsinken und eine definierte Liegefläche ein sicheres und stabiles Liegegefühl bei gleichzeitig sehr geringer Lautstärke (26 dB(A)). Dadurch ist auch in stabiles Sitzen auf der Bettkante ist möglich und unterstützt die verbliebene Eigenmobilität. |
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Einschränkung der Eigenbeweglichkeit durch vorhandene Hilfsmittel |
Das Nocubi LS besitzt eine straffe, definierte Oberfläche, die ein nur geringes Einsinken zulässt. Dadurch erhält der Einsatz des Nocubi LS die vorhandene Eigenbeweglichkeit maximal und fördert diese zusätzlich durch die aktive Mikrostimulation, während Weichlagerungs- oder luftbetriebene Wechsldrucksysteme die Spontanmobilität durch starkes Einsinken und eine undefinierte Liegefläche einschränken. |
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Starke Schmerzempfindlichkeit (bei Berührung, Druckwechsel, Positionierung oder bestehendem Dekubitus) |
Durch die Reduktion der Positionierungsintervalle um 50–100 % sowie den sehr langsamen, kontinuierlichen Druckwechsel werden schmerzhafte Manipulationen für den Patienten deutlich verringert. |
| Bestehender Dekubitus Grad 3/4 |
Das Nocubi LS ist in jeder Körperlage wirksam. Es unterstützt die Heilung des bestehenden Dekubitus durch den sehr langsamen, kontinuierlichen Druckwechsel und ermöglicht durch die Reduktion der Positionierungsintervalle um 50–100 % gleichzeitig eine deutliche Reduktion nächtlicher Störungen mit verbessertem Schlaf, was die Heilung fördert. |
| Drohender Dekubitus Grad 3/4 |
Das Nocubi LS ist in jeder Körperlage wirksam. Es unterstützt die Prophylaxe des drohenden Dekubitus durch den sehr langsamen, kontinuierlichen Druckwechsel. Das Nocubi LS ermöglicht durch die Reduktion der Positionierungsintervalle um 50–100 % gleichzeitig eine deutliche Reduktion nächtlicher Störungen mit verbessertem Schlaf, was die Heilung fördert. |
| Hohes Körpergewicht (bis 150 kg) |
Bei dem hohem Körpergewicht des Patienten verbessert Nocubi durch sehr geringes Einsinken in die Oberfläche die Eigenbeweglichkeit und bewirkt gleichzeitig eine spürbare Entlastung bei notwendigen Umpositionierungen. |
Tabelle 2: Entlastung von Pflegekräften und Angehörigen
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Belastung |
Muster-Verordnungstext |
|---|---|
| Körperliche Belastung durch schweres Heben und häufiges Positionieren |
Das Nocubi LS reduziert die Anzahl der manuellen Positionierungsvorgänge um 70–100 % und entlastet dadurch Pflegekräfte und Angehörige körperlich erheblich, insbesondere bei Patienten mit hohem Körpergewicht. |
| Zeitliche und psychische Belastung von Angehörigen |
Durch die deutliche Reduktion der Positionierungsintervalle gewinnen Angehörige spürbar mehr Flexibilität im Alltag und werden signifikant von permanentem Zeitdruck und Stress entlastet. |
| Notwendigkeit, dem Patienten Schmerzen zuzufügen |
Die signifikante Verringerung der manuellen Umpositionierungen reduziert sowohl die Häufigkeit schmerzhafter Manipulationen für den Patienten alsauch die psychische Belastung der Pflegepersonen. |
Tabelle 3: Abgrenzung zu Weichlagerungsmatratzen (Kontraindikationen & Limitationen)
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Kontraindikation / Limitation |
Muster-Verordnungstext |
|---|---|
| Starkes Einsinken behindert Eigenbeweglichkeit und Spontanmobilität (DNQP-Expertenstandard) |
Weichlagerungsmatratzen behindern durch starkes Einsinken in die Oberfläche die Eigenbeweglichkeit. Das Nocubi LS erhält diese durch sehr geringes Einsinken und fördert sie zusätzlich durch den spezifischen Druckwechsel, der kontinuierliche Mikrolagerungen bewirkt. |
| Verlust des Körperschemas bei neurologischen Erkrankungen (Demenz, Schlaganfall, Parkinson, sensorische Störungen) |
Bei gestörter Körperwahrnehmung ist die Weichlagerung kontraproduktiv. Das Nocubi LS erhält und fördert die Eigenwahrnehmung durch den spezifischen Druckwechsel, der kontinuierliche Mikrolagerungen bewirkt. |
| Rückenprobleme oder Schmerzen durch starkes Einsinken |
Das Nocubi LS vermeidet schmerzhaftes Einsinken durch seine klar definierte Oberfläche. Diese führt zu sehr geringem Einsinken und bewirkt durch den spezifischen Druckwechsel eine kontinuierliche Mikrolagerung. |
| Hohes Körpergewicht |
Bei dem hohen Körpergewicht von XX ist die Positionierung auf Weichlagerungssystemen für Pflegekräfte und Angehörige erheblich erschwert. Zudem ist die Eigenbeweglichkeit durch das starke Einsinken von XX erheblich eingeschränkt, sodass eine aktive Mithilfe bei Positionierungen oder pflegerischen Tätigkeiten stark erschwert ist. Das Nocubi LS reduziert die Belastung der Pflegekräfte und Angehörigen durch das geringe Einsinken und weniger notwendige Umlagerungen und ermöglicht eine deutliche Erleichterung der Eigenbeweglichkeit von XX. |
| Instabile Frakturen, Extensionen oder Wirbelsäulenverletzungen |
Bei instabilen Frakturen oder Wirbelsäulenverletzungen ist eine Weichlagerung aufgrund des starken Einsinkens kontraindiziert. Das Nocubi LS ermöglicht durch sehr geringes Einsinken und reduzierte Positionierungsintervalle eine sichere Versorgung und eine deutliche Reduktion der Schmerzen, die XX durch Positionierungen zugefügt werden müssen. |
Tabelle 4: Abgrenzung zu Wechseldruckmatratzen (Kontraindikationen & technische Vorteile)
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Kontraindikation / Problem |
Muster-Verordnungssatz |
|---|---|
| Instabile Frakturen (Wirbelsäule, Becken, Extremitäten) |
Wechseldruckmatratzen sind bei instabilen Frakturen absolut kontraindiziert. Das Nocubi LS bietet durch ein sehr geringes Einsinken in die Oberfläche und die sehr langsamen Mikrobewegungen des spezifischen Druckwechsels eine sichere Alternative. Die signifikante Veränderung der Umpositionierungsintervalle verringert die Gefahr der Ausbildung eines Dekubitus signifikant. |
| Akutes multiples Trauma oder Polytrauma |
Bei Polytrauma ist ein Wechseldrucksystem kontraindiziert. Das Nocubi LS bietet durch ein sehr geringes Einsinken in die Oberfläche und die sehr langsamen Mikrobewegungen des spezifischen Druckwechsels eine sichere Alternative. Die signifikante Veränderung der Umpositionierungsintervalle verringert die Gefahr der Ausbildung eines Dekubitus signifikant. |
| Starke Schmerzen (Rückenschmerzen, Osteoporose, rheumatische Erkrankungen) |
Bei stark schmerzempfindlichen Patienten können die Druckwechsel von Wechseldruckmatratzen Schmerzen auslösen oder verstärken. Das Nocubi LS reduziert Schmerzen durch geringes Einsinken und deutlich weniger Positionierungsmaßnahmen. |
| Spastiken, erhöhter Muskeltonus oder Kontrakturen |
Die Bewegungen der Luftkammern bei Wechseldruckmatratzen können Spastiken triggern oder verstärken. Der spezifische, sehr langsame, Druckwechsel des Nocubi LS verringert die Neigung zu Spastiken und Kontrakturen. |
| Einschränkung der Eigenbeweglichkeit |
Wechseldruckmatratzen schränken die Eigenbeweglichkeit ein. Das Nocubi LS erhält diese durch sehr geringes Einsinken in die Oberfläche und fördert sie durch die kontinuierliche Mikrolagerung. |
| Verlust des Körperschemas bei neurologischen Erkrankungen |
Das Nocubi LS erhält und fördert durch die definierte Liegefläche und die kontinuierliche Mikrolagerung die Eigenwahrnehmung und das Körpergefühl, ohne den bei Wechseldruckmatratzen häufig zu beobachtenden Verlust des Körperschemas zu verursachen. |
| Faltenbildung und Scherkräfte durch Luftkammerbewegung |
Wechseldruckmatratzen verursachen häufig Falten und Scherkräfte in Laken und Inkontinenzauflagen. Das Nocubi LS erzeugt keine Faltenbildung seines Covers und ermöglicht die Verwendung von Inkontinenzauflagen und Spannbettlaken. |
| Mögliche Fehleinstellung des Körpergewichts / Luftverlust |
Im Gegensatz zu Wechseldruckmatratzen ist beim Nocubi kLS keine Gewichtseinstellung erforderlich. Ein Luftverlust durch Beschädigung der Luftzellen ist durch die vollkommen andere Wirkweise technisch ausgeschlossen. Die fehlenden Erfordernisse zur Einstellung schließen diesbezügliche Bedienungsfehler durch wechselnde Betreuungspersonen aus. |
Tabelle 5: Rechtliche und sozialrechtliche Begründung (§ 33 SGB V / HilfsM-RL / BSG)
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Rechtliche Formulierung |
Muster-Verordnungssatz |
|---|---|
| Den Erfolg der Krankenbehandlung sichern |
Das Nocubi LS sichert den Erfolg der Krankenbehandlung durch seine gegenüber den Standard-Hilfsmitteln überlegene Dekubitusprophylaxe, die Wirksamkeit in jeder Körperposition und die Förderung der Wundheilung durch den spezifischen kontinuierlichen Druckwechsel, insbesondere in Fällen, in denen Standardversorgungen nicht ausreichend wirksam sind. |
| Erhalt und Verbesserung der Eigenbeweglichkeit und Mobilität |
Das Nocubi LS erhält und verbessert die Eigenbeweglichkeit und Mobilität durch das sehr geringe Einsinken in die Oberfläche und die kontinuierliche Mikrolagerung. Das erfüllt direkt die Forderung des DNQP-Expertenstandards nach Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege. |
| Eine Behinderung bei der Befriedigung von Grundbedürfnissen des täglichen Lebens ausgleichen |
Das Nocubi LS gleicht im Fall von XX die durch Immobilität bestehende Behinderung bei der Befriedigung von Grundbedürfnissen des täglichen Lebens durch Vden Erhalt und die erbesserung der Eigenbeweglichkeit und Mobilität durch das sehr geringe Einsinken in die Oberfläche und die kontinuierliche Mikrolagerung aus. |
| Die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe fördern |
Durch die Vermeidung von Dekubitus, Schmerzen und Folgeerkrankungen sowie den Erhalt der Mobilität fördert das Nocubi LS die Selbstbestimmung und die gleichberechtigte Teilhabe von XX am sozialen Leben. |
| Einer drohenden Behinderung vorbeugen |
Das Nocubi LS beugt durch die Vermeidung von Dekubitus, Schmerzen und Folgeerkrankungen einer drohenden Behinderung durch bessere Dekubitusprophylaxe, Reduktion von Spastiken und Kontrakturen sowie Erhalt der Eigenbeweglichkeit wirksam vor. |
| Erleichterung der Pflege / Reduzierung des pflegerischen Aufwands |
Das Nocubi LS reduziert den pflegerischen Aufwand durch eine Verringerung der manuellen Positionierungsmaßnahmen um 70–100 % und stellt damit eine wesentliche Pflegeerleichterung dar. |
| Wesentliche Gebrauchsvorteile / Überlegenheit gegenüber Standardhilfsmitteln |
Das Nocubi LS weist gegenüber Weichlagerungs- und Wechseldruckmatratzen wesentliche Gebrauchsvorteile auf (keine Fehlbedienung, kein Luftverlust, kein starkes Einsinken, Förderung der Eigenbeweglichkeit und der Eigenwahrnehmung) und ist daher nach HilfsM-RL § 6 auch bei höherem Preis indiziert. |
| Späterer Eintritt in stationäre Pflege |
Durch die verbesserte Prophylaxe und den Erhalt der Mobilität sowie die signifikante zeitliche und körperliche Entlastung der pflegenden Angehörigen trägt das Nocubi LS maßgeblich dazu bei, XX länger in seiner / ihrer häuslichen Umgebung zu belassen und einen späteren Eintritt in die stationäre Pflege zu ermöglichen. |
| Linderung von Beschwerden |
Das Nocubi LS lindert Beschwerden durch Reduktion von Dekubitus, Spastiken, Schmerzen und Positionierungsstress und verbessert dadurch die Lebensqualität von XX erheblich. |
