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FAQ

Fragen?

Liegen und Topper

Wie schnell läuft die Bewegung des Rollenteppichs?

Die Bewegung ist im Programm „N", dem Normalprogramm, so langsam, dass sie von den meisten Menschen nicht wahrgenommen werden kann. In den Programmen „1" und „2" ist die Bewegung leicht spürbar. Diese Programme sind auf 30 Minuten begrenzt. Das Nocubi LS schaltet danach wieder in das Programm „N".

Wie laut ist das Nocubi LS?

Das Nocubi LS hat eine Lautstärke von 26 dB(A). Das entspricht der Lautstärke von im Wind rauschenden Blättern oder leisem Flüstern. Von Benutzern wird das Geräusch beschrieben „wie wenn es draußen regnet."

Wie ist das Liegegefühl auf dem Nocubi LS?

Das Liegegefühl entspricht dem auf einer mittelharten Matratze. Personen, die vorher sehr weiche Liegeflächen bevorzugt haben, können es als hart empfinden. Personen, die vorher eine harte Liegefläche benutzt haben, empfinden das Liegegefühl als sehr weich.

Wie lange dauert die Gewöhnung an das Nocubi LS?

Je nach bisherigen Liegegewohnheiten und individuellen Erwartungen kann die Gewöhnung an das neue Liegegefühl unterschiedlich lange dauern. Die Gewöhnungszeit an jede neue Liegefläche kann bis zu vier Wochen in Anspruch nehmen.

Warum sind die Topper Verschleißteile?

Die Topper bestehen aus einem 4 cm hohen Abstandsgewirke aus ca. 1 Mio. Polyesterfasern, die zwischen zwei Trägergeweben senkrecht stehen. Dadurch wird der Druckwechsel optimal an das Gewebe weitergeleitet. Bei jeder starken Belastung durch eine hindurchlaufende Rolle werden diese Fäden geknickt. Sie stellen sich meist wieder auf, verlieren aber im Laufe der Zeit ihre ursprüngliche Form und bleiben geknickt. Der Topper kann dann keine optimale Druckverteilung mehr aufrechterhalten und muss ausgetauscht werden.

Nocubi LS im Bett

Warum ist die Bettenkompatibilität wichtig?

  • Betten, und insbesondere Pflegebetten, sind für Schaumstoffmatratzen oder luftbetriebene Wechseldruckmatratzen entworfen. Diese passen sich jeder Form an, die sie vorfinden.
  • Das Nocubi LS enthält als wesentliches Bauteil ein stabiles Alu-Chassis, das in manchen Fällen mit (angeschweißten) Matratzenhaltern von Pflegebetten kollidiert. Für diese Betten ist das Nocubi LS nicht geeignet.

Warum ist das Fußteil nicht aufstellbar?

Der lautlose Lauf und die Federung des Rollenteppichs stellen hohe Anforderungen an die präzise Führung der Rollen. Ein aufstellbares Fußteil würde die Komplexität und das Gewicht im Inneren erheblich weiter erhöhen.

In welchen Maßen ist Nocubi verfügbar?

Das Nocubi LS ist in den Maßen 90×200 cm verfügbar.

Können Sonderwünsche erfüllt werden?

  • Breite — Zur Verbreiterung der Liegefläche können handelsübliche Frames zum Einsatz kommen (Rücksprache mit dem Sanitätshaus). Die aktive Fläche des Nocubi LS wird dadurch nicht vergrößert; dekubitusgefährdete Körperteile müssen auf der aktiven Fläche aufliegen.
  • Länge — Bei sehr großen Patienten ist eine Fußteilverlängerung möglich, sofern die Bettkonstruktion es zulässt. Die Fersen unterliegen dann einer höheren Dekubitus-Gefährdung und benötigen besondere Aufmerksamkeit (z. B. Freilagerung).
  • Abweichendes Patientengewicht — Das individuelle Anmessen von Toppern für besonders leichte oder besonders schwere Patienten ist im Moment nicht möglich.

Was ist bei der Notwendigkeit von Sturzsicherungen zu beachten?

  • Mit einer Höhe von 21 cm ist das Nocubi LS für eine Matratze relativ hoch. Hochwertige Matratzen anderer Bauart können ebenfalls diese Höhe erreichen.
  • Für solche Fälle bieten die meisten Bettenhersteller eine Erhöhung der Sturzsicherungen an. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Sanitätshaus beraten.

Wie erfolgt die Anpassung an das Patientengewicht?

  • Die Anpassung erfolgt über die Auswahl des passenden Toppers. Weitere Einstellungen sind nicht vorzunehmen.
  • Die erforderliche Tabelle finden Sie auf der Seite „Verordnung".
Zur Verordnung →

Sind weitere Einstellungen erforderlich?

  • Nein — wenn der Topper korrekt ausgewählt ist, sind keine weiteren Einstellungen erforderlich.
  • Das Nocubi LS ist sehr einfach zu bedienen und lässt nahezu keine Fehlbedienung zu. Wichtig ist nur, dass es eingeschaltet ist.

Kann ein Druckverlust Probleme verursachen?

  • Nein! Das Nocubi LS ist ein motorisch angetriebenes System.
  • Es kommen keine Luftpolster zum Einsatz, die einen Druckverlust aufweisen könnten.

Gibt es eine CPR-Position?

  • Nein, das Nocubi LS hat keine Luftkammern.
  • Wie bei Schaumstoff-Matratzen kann ein Brett untergelegt werden.
  • Die allgemein gültigen Leitlinien sind zu beachten.

Ist mit dem Nocubi LS jeder Dekubitus vermeidbar?

  • Dekubitus ist eine Wunde mit komplexer Entstehungsgeschichte, die erheblich tiefere Ursachen als die Druckbelastung über eine gewisse Zeit haben kann.
  • Das Nocubi LS ist in der Lage, die Grenzen der Dekubitusprophylaxe weit zu verschieben.
  • Eine vollständige Vermeidung von Dekubitus kann, insbesondere in schweren Fällen, keine Maßnahme allein leisten.

Welche weiteren Effekte können sich zeigen?

Im Rahmen des bisherigen Einsatzes des Nocubi LS konnten Beobachtungen gemacht werden, die auf Effekte über die Dekubitusprophylaxe hinaus hinweisen könnten:

  • Zunahme von Mobilität bei Patienten mit Morbus Parkinson
  • Verbesserung des Lymphabflusses

Eine wissenschaftliche Untersuchung dieser Effekte steht jedoch aus, weshalb keine konkreten Aussagen zur Wirksamkeit getroffen werden können. Hierzu gibt es noch keine Evidenz.

Verordnung

Wie kann das Nocubi Liegesystem ärztlich verordnet werden?

Das Nocubi Liegesystem kann von jeder niedergelassenen Ärztin und jedem niedergelassenen Arzt auf einem herkömmlichen Kassenrezept (Muster 16) oder per E-Rezept zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden. Für eine reibungslose Genehmigung durch die Krankenkasse sollten die genaue Produktbezeichnung „Nocubi Anti-Dekubitus-Liegesystem mit Topper [Firm–Medium oder Soft]", die medizinische Indikation sowie die entsprechende Hilfsmittelnummer auf dem Rezept angegeben werden.

Mehr erfahren →

Welche medizinischen Indikationen rechtfertigen eine Verordnung?

  • Medizinisch notwendig zur Dekubitusprophylaxe bei hohem bis sehr hohem Risiko sowie zur Dekubitus-Therapie bei bereits bestehenden Gewebeschäden.
  • Typische Grunderkrankungen: fortgeschrittene Demenz, Lähmungen (Paraplegie/Tetraplegie), schwere neurologische Erkrankungen (z. B. Parkinson, ALS) oder dauerhafte Immobilität.
  • Insbesondere gerechtfertigt, wenn vorhandene Hilfsmittel nicht ausreichen oder absolut bzw. relativ kontraindiziert sind.
Checkliste Patienten →

Welche ICD-10-Codes sollten auf dem Rezept stehen?

Um die Notwendigkeit für den Medizinischen Dienst (MD) direkt zu verdeutlichen, empfiehlt sich die Angabe spezifischer ICD-10-Diagnosecodes. Häufige Codes sind hierbei L89.- (Dekubitusgeschwür und Druckzone), G30.- (Alzheimer-Krankheit) oder G20.- (Primäres Parkinson-Syndrom) in Kombination mit dem Nachweis einer dauerhaften Bettlägerigkeit. Die Entscheidung obliegt in jedem Fall der konsultierten Ärztin bzw. dem Arzt.

Welche Unterlagen müssen der Verordnung beigelegt werden?

  • Dem Rezept müssen ein Befundbericht und eine medizinische Begründung beigelegt werden.
  • Mit Rezept, Befundbericht und medizinischer Begründung stellt das Sanitätshaus den Antrag bei der Krankenkasse.
Beispiele für Begründungen →

Wer übernimmt die Kosten für das Nocubi Liegesystem?

  • Da das Nocubi Liegesystem über eine eigene Hilfsmittelnummer verfügt, werden die Kosten nach erfolgreicher Genehmigung von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV), ggf. auch von privaten Krankenversicherungen (PKV) übernommen.
  • Die Verordnung erfolgt auf Grundlage von Einzelfallentscheidungen.
  • Für gesetzlich Versicherte fällt lediglich die gesetzliche Zuzahlung an, sofern keine Zuzahlungsbefreiung vorliegt.

Direktlinks

Produktinformationen Identifikation von Patienten Hilfsmittelnummer Verordnung Begründungen Leitlinienreferenz Evidenz Konformität